Eine Geschichte von Frank zu Bild Nr. 31246
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2249 - IMMER NOCH EIN GUTES LEBEN

©2001 by Frank

 

Natürlich hatte sich einiges grundlegend geändert, seit sich die Menschheit nach einem Jahrhundert der an die Allmacht der Gentechnologie glaubenden Experimente die Erde mit einer zweiten Art intelligent handelnder Geschöpfe teilen mußte.

Die Sitten hatten sich in der allgemeinen Konfusion und Sinndiskussion deutlich gelockert, aber nur mit Latexhandschuhen und Stiefeln bis zur Hüfte bekleidet auszugehen war doch noch etwas extravagant.

Aber Valerie ging heute auf eine Underground-Fetischparty und wollte dort noch auffallen, da mußte es schon ein wenig mehr, oder in diesem Fall, weniger sein. Außerdem hatte sie es gestern endlich geschafft sich von ihrem Freund, der sie seit 2 Jahren nur bremste, zu trennen und fühlte sich unglaublich frei und sexy.

Dort angekommen zeigte ihr Outfit die erhoffte Wirkung. Als sie sich genug an den gierigen Blicken und beiläufigen Berührungen berauscht hatte, schlenderte sie mit einem provozierenden Hüftschwung in Richtung der Separees. Gleich mehrere der umstehenden Männer konnten ihren Blick nicht mehr abwenden, wie sie gekonnt verführerisch die Kurven an ihrem erregendem und erregten Traumkörper zur Geltung brachte. Als sie sich direkt vor dem Durchgang zu den gemütlichen Kabinen bückte, um mit ihren Händen an ihren gestreckten Beinen verführerisch langsam hochzufahren und dabei einen nichts als Lüsternheit ausstrahlenden Blick nach hinten warf, gab es keine Zweifel mehr, ob sie nicht vielleicht doch mit jemandem verabredet war und hier nur ihre Anziehungskraft testen wollte.

Zwei gut gebaute junge Männer in Latexanzügen folgten ihr und signalisierten den anderen Umstehenden, daß diese Dame den restlichen Abend nur mit ihnen beiden verbringen würde.

Valerie räkelte sich bereits begierig auf dem mit Latex bespannten Sofas als sie draußen einen Tumult hörte. Sofort schossen ihr die Meldungen von letztem Monat durch den Kopf als die Käferwesen in einer anderen Stadt einen ähnlichen Laden stürmten und mehrere Geiseln nahmen, von denen bis heute noch jede Spur fehlt.

Als sie das charakteristische, sehr hohe Zischen und das Klackern und Scharren von Chitinpanzern hörte, erstarrte sie vor Angst. Sie verkroch sich hinter das Sofa und wagte nicht zu atmen. Vielleicht würden sie sie nicht finden. Vielleicht würden sie draußen schon genug finden um ihren absurden Hunger nach Menschen zu stillen. Vielleicht - da hörte sie sie bereits in ihr Zimmer brechen. Wie viele waren das? Überall betasteten sie Fühler, harte und glatte Extremitäten drehten sie herum und hoben sie hoch bis sie jegliche Orientierung verloren hatte.

Sie wußte nicht wie ihr geschah als sie plötzlich spürte, wie ein einzelnes Tier sie gleichzeitg mit seinen Mundwerkzeugen am Hals umschloß und mit seinen kurzen breiten Hinterbeinen ihre Taille wie ein Korsett zusammenpresste und sich nicht mehr abschütteln lassen würde. Panik ergriff die Kontrolle über sie und sie entwickelte übermenschliche Kräfte bei dem Versuch die Kreatur loszuwerden. Diese klammerte sich noch ein bißchen fester an sie und machte keine Anstalten sich von ihr zu lösen. Sie spürte den kleinen Stich im Nacken kaum, die Wirkung aber schon sehr bald. Zum einen fühlte sie sich bleiern und sank kraftlos zu Boden, zum anderen verlor sie ihre Angst und die Befremdlichkeit diesen Tieren gegenüber.

Als sie spürte, wie er sich mit einem abgerundeten, harten Fortsatz etwa der Größe einer zierlichen Hand an ihren Genitalien zu schaffen machte, war auch ihre Erregung von vorhin schlagartig wieder da. Noch halb bewußt schossen ihr Gedankenfetzen durch den Kopf, daß dies nicht der Zeitpunkt sei, ihre Träume auszuleben, sondern sich schnellstmöglich aus der Umklammerung zu befreien, aber dieser alles verschlingende Nebel breitete sich unaufhaltsam in ihrem Hirn aus.

Sie merkte kaum noch wie der Käfer an seinem Kopfende eine schwarze Substanz ausschied, die nach und nach ihren Kopf in dünnen Schichten einschloß und ihr den Atem nahm. Das Eindringen seines Stachels tief in ihre Vagina bis an die Gebärmutter nahm sie nur noch als lustvolles Dehnen ihres eher engen Tunnels war. Sie spürte noch, wie die ersten Eier in sie hineinflutschten und ihr langsam ein Völlegefühl bereiteten, auf das der Käfer mit einer leichten Lockerung seiner Korsettumklammerung reagierte. Dann wurde sie bewußtlos.

Der Käfer bohrte kleine Löcher in die Membran vor ihrem Mund um sie weiter atmen zu lassen, sie sollte ja noch 3 Tage warm bleiben um seine Larven zu brüten. Außerdem mußten diese dann ja auch ernährt werden...

 

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